Sonntag, 16. Februar 2014

Lange überlegt und viel geribbelt

Wenn ich ein gut gehütetes Woll-Schätzchen verstricken will, dann überlege ich lange, wozu. Dann sollten Wolle und Anleitung gut zusammenpassen und mir gefallen und auch das Ergebnis sollte mich überzeugen. Nicht die einfachste Aufgabe, aber es geht ja auch um ein Schätzchen.
So auch bei diesem Garn, das ich vor zwei (oder drei? Sollte die Zeit so schnell vergehen?) Jahren beim Summersale bei der Wollmeise erwarb. Insgesamt vier Thriller-Unglücksraben (einer blieb beim Fototermin im Regal).
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Die Entscheidungsfindung war schwer, aber irgendwann kam mir die Inspiration anhand dieses Pullis, den ich vor geraumer Zeit (vor mehr als vier Jahren, die Zeit vergeht wirklich so schnell!) mal strickte. Und so legte ich los. Mit zwei Knäueln im Wechsel und einem provisorischen Anschlag am Halsbündchen als Raglan von oben. In mehreren Anläufen.
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Unter den Armen habe ich die Zöpfe von den Raglanzunahmen aufgegriffen und - nach dem Anschlagen von vier weiteren Unterarmmaschen - das Zopfmuster von dem damaligen Pulli gestrickt, auf den Armen selbst aber nicht. Die Wolle macht ja selbst auch Unruhe.
Den ersten Ärmel habe ich mindestens zweimal gestrickt, weil die Knäuel, je weiter ich sie abstrickte, immer dunkler wurden (man sieht's am Körper nach unten hin), so dass ich dann doch noch den letzten Strang wickelte (und somit tatsächlich alle vier Stränge benutzte, aber ich habe noch reichlich - dunkle - Reste) und damit wechselte.
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Die Bündchen unten und an den Armen hatte ich erst nur 15 Runden lang gestrickt, dann aber noch mal geribbelt und mit dünneren Nadeln noch mal länger gestrickt, das sieht zum einen ordentlicher aus und passt zum anderen auch besser zu dem Rollkragen, den ich oben an die Maschen aus dem provisorischen Anschlag strickte.
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Direkt nach dem Stricken (und Fädenvernähen, das ich noch mehrere Wochen vor mir herschob) war ich nicht so richtig angetan, jetzt liebe diesen Pulli. Er erinnert mich an die Glut eines Lagerfeuers und somit viele schöne Abende. Und endlich habe ich mal einen Pullover, bei dem ich nicht immer ein nur halbwegs passendes Halstuch tragen muss, hier friert mein Hals nicht.

Wollmeise UR "Thriller"
Anleitung: mehr oder weniger frei improvisierter Raglan von oben
Größe: meine
420 Gramm
Nd 3,5 und 3 (Bündchen und Rollkragen)

Kommentare:

Bettina hat gesagt…

Dein Pullover ist richtig schön geworden
LG Bettina

Jojo hat gesagt…

Der Pullover sieht wirklich gut aus!!!!!!!!!!!!!

amandajanus hat gesagt…

Und er ist ein echter Schatz geworden. ich finde die Farbe toll, er sitzt prima...schön!